Was ist Mezcal und was macht einen guten Mezcal aus?

Mezcal ist eine mexikanische Spirituose aus Agave. Die Herzen der Agave, die sogenannten „Piñas“, werden traditionell in Erdöfen über Holz und heißen Steinen gegart – daher stammt das typisch rauchige Aroma. Anschließend werden sie zerkleinert, vergoren und destilliert. Die meisten Mezcals stammen aus Oaxaca und werden aus der Agavensorte Espadín hergestellt. Einen hochwertigen Mezcal erkennst du an folgenden Merkmalen:

  • Handwerkliche Herstellung: Die Bezeichnungen „Artesanal“ oder „Ancestral“ stehen für traditionelle Verfahren mit Erdofen, Steinmühle und kleinen Brennblasen.
  • 100 % Agave: Ein guter Mezcal wird ausschließlich aus Agave gebrannt – ohne Zusatz anderer Zuckerquellen.
  • Balance aus Rauch und Frucht: Der Rauch sollte das Aroma der Agave unterstreichen, nicht überdecken. Dahinter warten oft Noten von tropischen Früchten, Kräutern, Zitrus oder Gewürzen.
  • Herkunft und Reifegrad: „Joven“ steht für ungereiften, puren Agavengeschmack, „Reposado“ und „Añejo“ für Mezcal, der im Holzfass gereift ist.

Die Top 5 Mezcals im Detail

Platz 5: Ilegal Mezcal Joven

Hinter Ilegal Mezcal steckt eine der spannendsten Geschichten der Mezcal-Welt: Die Marke begann damit, Mezcal aus Oaxaca über die Grenze nach Guatemala zu schmuggeln, um ihn in einer Bar in Antigua auszuschenken. Heute ist Ilegal eine echte Kultmarke.

  • Geschmack: Frisch und ausgewogen mit klaren Agavennoten, Zitrus, grünen Kräutern und einem dezenten, eleganten Rauch.
  • Besonderheit: Seine spannende Geschichte und der elegante, milde Rauch machen den Ilegal Joven zu einer echten Kultmarke in Bars weltweit.
  • Serviervorschlag: Pur oder als Basis für eine rauchige Mezcal Margarita.

Platz 4: San Cosme Mezcal Blanco – unser Preis-Leistungs-Tipp

Der San Cosme Mezcal Blanco ist der ideale Mezcal für alle, die die rauchige Agavenspirituose entdecken möchten – ohne gleich tief in die Tasche greifen zu müssen. Als ungereifter Blanco zeigt er den unverfälschten Charakter der Agave.

  • Geschmack: Frisch und zugänglich mit klaren Agavennoten, einem Hauch Zitrus und einem sanften, gut eingebundenen Rauch.
  • Besonderheit: Mit 40 % Vol. angenehm mild und zu einem fairen Preis – damit ist der San Cosme unser Preis-Leistungs-Tipp und der perfekte Einstieg in die Welt des Mezcal.
  • Serviervorschlag: Pur mit Orangenscheiben, in einer Mezcal Margarita oder als rauchiger Twist im Paloma mit Grapefruitlimonade.

Platz 3: Del Maguey Mezcal Vida

Del Maguey gilt als Pionier, der handwerklichen Mezcal in die Bars der Welt gebracht hat. Die Marke arbeitet mit kleinen Produzenten aus einzelnen Dörfern in Oaxaca zusammen – der Vida stammt aus San Luis del Río.

  • Geschmack: Ausgewogener Rauch trifft auf fruchtige Agavensüße, Honig und eine feine Würze – vollmundig und vielseitig.
  • Besonderheit: Der Vida wurde speziell für Bartender entwickelt und ist einer der bekanntesten Mixing-Mezcals weltweit.
  • Serviervorschlag: Im Mezcal Negroni, im Paloma mit Grapefruitlimonade oder pur auf einem großen Eiswürfel.

Platz 2: Mezcal Los Danzantes Añejo

Los Danzantes stammt aus Santiago Matatlán, das als „Welthauptstadt des Mezcal“ gilt. Der Añejo ist die gereifte Spitzenabfüllung des Hauses und zeigt, wie edel Mezcal nach der Fassreifung schmecken kann.

  • Geschmack: Warme Noten von Vanille, Karamell und Holz verbinden sich mit dem süßen Rauch der gegarten Agave – komplex, rund und lang im Abgang.
  • Besonderheit: Als Añejo reift er mindestens ein Jahr im Holzfass. Mit 46 % Vol. bietet er eine beeindruckende Aromentiefe für echte Kenner.
  • Serviervorschlag: Pur bei Zimmertemperatur im Nosing-Glas – ein Digestif, der es mit gereiftem Rum oder Whisky aufnehmen kann.

Platz 1: Mezcal Alipús San Juan del Río

Die Alipús-Reihe stellt einzelne Dörfer und ihre Mezcaleros in den Mittelpunkt. Jede Abfüllung stammt von einem kleinen Familienbetrieb und spiegelt das Terroir ihres Ursprungsorts wider – in diesem Fall San Juan del Río in Oaxaca.

  • Geschmack: Komplex und vielschichtig mit ausdrucksstarken Agavennoten, Kräutern, Früchten und einem harmonisch eingebundenen Rauch.
  • Besonderheit: Handwerklich in kleinen Mengen hergestellt und mit 47,5 % Vol. abgefüllt – ein ehrlicher, authentischer Mezcal, wie er in Oaxaca getrunken wird.
  • Serviervorschlag: Pur in einer „Copita“ oder einem kleinen Glas, schluckweise genießen und dem Mezcal Zeit geben, sich zu öffnen.

Tabellarische Übersicht

Mezcal Herkunft Hauptaromen Stil
Alipús San Juan del Río San Juan del Río, Oaxaca Agave, Kräuter, Früchte, Rauch Joven, handwerklich
Los Danzantes Añejo Santiago Matatlán, Oaxaca Vanille, Karamell, Holz, Rauch Añejo, gereift
Del Maguey Vida San Luis del Río, Oaxaca Rauch, Agavensüße, Honig Joven, Mixing
San Cosme Mezcal Blanco Mexiko Agave, Zitrus, sanfter Rauch Blanco, Preis-Leistungs-Tipp
Ilegal Joven Oaxaca Agave, Zitrus, Kräuter Joven, mild-rauchig

Weitere Mezcal-Empfehlungen

Neben unserer Top 5 hat unser Sortiment noch viele weitere Mezcals zu bieten, die du unbedingt probieren solltest:

Fazit

Welcher Mezcal der beste ist, hängt davon ab, wie du ihn genießen möchtest. Für Einsteiger ist unser Preis-Leistungs-Tipp San Cosme Mezcal Blanco ideal, der Ilegal Joven überzeugt mit Kultstatus und elegantem Rauch, und für Cocktails führt kaum ein Weg am Del Maguey Vida vorbei. Liebhaber gereifter Spirituosen kommen am Los Danzantes Añejo nicht vorbei. Unser Favorit ist der Alipús San Juan del Río – authentisch, handwerklich und ein echtes Stück Oaxaca im Glas. Entdecke die gesamte Auswahl in unserer Mezcal-Kategorie und finde deinen persönlichen Favoriten.

FAQ – Häufig gestellte Fragen

Was ist der Unterschied zwischen Mezcal und Tequila?

Tequila ist streng genommen eine spezielle Form von Mezcal: Er darf nur aus Blauer Weber-Agave und hauptsächlich im Bundesstaat Jalisco hergestellt werden. Mezcal kann aus vielen verschiedenen Agavensorten gebrannt werden und stammt größtenteils aus Oaxaca. Da die Agaven für Mezcal traditionell im Erdofen gegart werden, schmeckt er meist deutlich rauchiger.

Was hat es mit dem Wurm im Mezcal auf sich?

Der „Gusano“ ist die Larve eines Falters, der auf Agaven lebt. Er wird manchen Mezcals – wie dem El Recuerdo Abocado con Gusano – als Markenzeichen beigegeben. Mit der Qualität hat er nichts zu tun, er ist vielmehr Tradition und Kult. Im Tequila findest du übrigens nie einen Wurm.

Wie trinkt man Mezcal richtig?

Mezcal wird pur in kleinen Schlucken getrunken – in Mexiko oft aus einer „Copita“ oder einer Jícara, einer Schale aus Kürbis. Dazu werden traditionell Orangenscheiben und „Sal de Gusano“ gereicht, ein Salz mit Chili und gerösteten Larven. Als Faustregel gilt: Mezcal nicht kippen, sondern „küssen“.

Welcher Mezcal eignet sich für Cocktails?

Für Cocktails eignen sich besonders ungereifte Mezcals wie der Del Maguey Vida, der San Cosme Mezcal Blanco oder der Ilegal Joven. Beliebte Klassiker sind der Mezcal Negroni, die Mezcal Margarita, die Paloma oder der Oaxaca Old Fashioned.

Was bedeutet Espadín?

Espadín ist die am häufigsten verwendete Agavensorte für Mezcal. Sie wächst vergleichsweise schnell, lässt sich gut kultivieren und liefert ein ausgewogenes, fruchtig-rauchiges Aroma. Viele der Mezcals in unserem Sortiment, etwa von Topanito, Democrata oder Perro de San Juan, werden aus Espadín hergestellt.

Wie lagere ich Mezcal richtig?

Mezcal sollte aufrecht, kühl und dunkel gelagert werden. Dank seines hohen Alkoholgehalts ist er auch nach dem Öffnen lange haltbar, verliert aber über die Jahre etwas an Aroma, wenn die Flasche nur noch wenig gefüllt ist.